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Warum wir uns selbst oft zuletzt auf die To-do-Liste setzen

  • Autorenbild: Julia Vivell
    Julia Vivell
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Kennst du das?


Du stehst morgens auf und der Tag beginnt.


Frühstück machen.


Arbeiten.


Einkaufen.


An die Kinder denken.


Den Termin für die Eltern vereinbaren.


Die Wäsche anstellen.


Eine Freundin zurückrufen.


Am Abend schaust du auf deinen Tag und stellst fest:


Du warst den ganzen Tag beschäftigt.


Und trotzdem hast du nichts für dich getan.


Viele Frauen glauben, sie müssten sich einfach besser organisieren.


Doch ich glaube, darum geht es oft gar nicht.


Es geht nicht darum, dass dein Kalender zu voll ist.


Es geht darum, dass du selbst darin kaum noch vorkommst.


Wir tragen Verantwortung.


Für unsere Familie.


Für unseren Beruf.


Für unsere Partnerschaft.


Für unsere Eltern.


Für Freundinnen.


Und irgendwann passiert etwas ganz Unauffälliges:


Wir werden selbst zu dem Punkt auf der To-do-Liste, der immer wieder verschoben wird.


"Wenn ich mit allem fertig bin, gehe ich spazieren."


"Wenn wieder etwas mehr Ruhe ist, kümmere ich mich um mich."


"Wenn die Kinder größer sind, habe ich wieder Zeit."


Doch dieses "Wenn" verschiebt sich oft über Jahre.


Nicht, weil wir zu wenig Zeit hätten.


Sondern weil wir uns angewöhnt haben, uns selbst zuletzt wichtig zu nehmen.


Besonders Frauen in der Lebensmitte erleben das häufig.


Sie haben viele Jahre für andere gesorgt.


Und plötzlich stellt sich eine ungewohnte Frage:


Was brauche eigentlich ich?


Gar nicht so leicht zu beantworten.


Denn wer sich lange über seine Aufgaben definiert hat, verliert leicht den Blick für die eigenen Bedürfnisse.


Deshalb fühlt sich Selbstfürsorge manchmal sogar egoistisch an.


Dabei ist sie genau das Gegenteil.


Wer dauerhaft nur funktioniert, verliert irgendwann die Verbindung zu sich selbst.


Und genau deshalb beginnt Veränderung oft nicht mit einer großen Entscheidung.


Sondern mit einer kleinen.


Mit zehn Minuten auf dem Balkon.


Mit einem Spaziergang.


Mit einem Nein.


Mit einem Buch.


Mit einem Gespräch.


Nicht, weil diese Dinge dein Leben sofort verändern.


Sondern weil sie dir zeigen:


Ich bin auch noch da.


Vielleicht musst du gar nicht dein ganzes Leben umkrempeln.


Vielleicht reicht es für heute, wenn du dich selbst wieder auf deine eigene To-do-Liste setzt.


Nicht ganz unten.


Sondern wenigstens einen Platz weiter nach oben.


Selbstfürsorge beginnt oft nicht mit einem Wellness-Wochenende, sondern mit der Entscheidung, die eigenen Bedürfnisse überhaupt wieder wahrzunehmen.





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Julia Vivell | Life Coach                                                                                   

 

juliavivell@gmail.com

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